CJD-Modellprojektteam

M.A. Sabine Sölbeck

Fachkraft für Demokratie im Kindesalter – Partizipation in der Kita-Praxis; Historikerin & Literaturwissenschaftlerin, Multiplikatorin und Projektkoordinatorin

Fachliche Fokussierung:

  • partizipative Projekte mit Kindern und Jugendlichen & Vermittlung Medienkompetenz in allen Schularten seit 2005
  • Offene Arbeit in der Kindertagesstätte
  • „Kinderstube der Demokratie“
  • Bindungstheorie – Bindung in der fachlichen Intervention mit Menschen
  • Fachkraft für Tiergestützte Intervention

Persönliches Statement zu Partizipation von Sabine:

„Partizipation ist für mich sehr wichtig. Ich habe seit 2005 zahlreiche Kinder in Projektarbeit erlebt, die plötzlich ihre Stärken zeigen konnten, indem sie sich eigenständig, verbindlich und kreativ einbringen durften. Die Kinder und Jugendlichen öffneten „all ihre Sinne“, weil sie durften an der sie betreffenden Angelegenheit mitgestalten und mitbestimmen. Wenn ihre Stimme gehört wurde, habe ich in stolze Gesichter gesehen, weil sie Dinge selber nach eigenen Vorstellungen umgesetzt haben, ohne Vorschriften von Erwachsenen. Wichtig für Kinder ist das Zurücktreten des erwachsenen Blicks und Geduld für Lernprozesse. Kinder sollten Mut finden dürfen: für das Aussprechen eigener Ideen, für ein gemeinschaftliches Miteinander, für die Entwicklung ihrer Kompetenzen, für das Wachsen an Zusammenhängen, für die Gewissheit, dass sie als Kinder gut sind und aufmerksam begleitet werden. Kinder sollten sich gestärkt und wohl fühlen – in einer sie unterstützenden, wertschätzenden Gemeinschaft.“

M.A. Maggie Hellwig, Projektmitarbeiterin

Fachkraft für Demokratie im Kindesalter – Partizipation in der Kita-Praxis; Bildungswissenschaftlerin

Schwerpunkte: politische Bildung in ländlichen Räumen & Partizipation

Fachliche Interessen:
* Politische Bildung
* Mithandeln und Mitentscheiden in der KiTa
* Kinderrechte, Partizipation, Beziehungsgestaltung
* Durchführung qualitativer Erhebungen
* Bildung & nachhaltige Entwicklung

Persönliches Statement zu Partizipation von Maggie:

Partizipation ist wichtig, weil…
„… wir in einer demokratischen Gesellschaft leben und die Demokratie, wie Oskar Negt einst sagte, die einzige Herrschaftsform ist, die gelernt werden muss. Und da Partizipation und Demokratie einander bedingen, scheint es für mich unausweichlich, auch die Kleinsten zur Partizipation zu ermutigen und sie ihnen vor allem zuzugestehen. Denn Partizipation muss gelernt sein! Nur so können wir die Vielfalt und Offenheit unserer Demokratie stärken und beibehalten.
Aus meiner Erfahrung im U3-Bereich heraus kann ich sagen, dass Kinder viel mehr können, als wir zunächst möglicherweise anzunehmen wagen. Tisch decken? – Kein Problem! Essen auffüllen? – Kein Problem! Und wenn mal was zu Bruch oder daneben geht, ist das eine wichtige Lernerfahrung, und anschließend wird gemeinsam eine Lösung gefunden. So lernen Kinder Verantwortung für ihr eigenes Tun zu übernehmen und sammeln stetig Selbstwirksamkeitserfahrungen, die es ihnen ermöglichen, ein aktiver Teil unserer demokratischen Gesellschaft zu werden.“